Gedicht des Monats -Oktober 2013

Abgewetzt die Haut der Jahre,
Tage fallen als Schuppen ab,
abgelebte, wunderbare
Welt; Wege und Wanderstab
sind verschmolzen ob der Ziele,
die nicht zu gewinnen waren,
die treiben mit uns nur Spiele,
deren Sinn wir nie erfahren.
Aber doch: Was abgetragen
uns dünkt, wie verlorner Mut;
Glück, wie Porzellan zerschlagen,
das ist wohlerworbnes Gut.
Bleibt als letztes Hemd, verwaschen,
ausgefranst, manch ein Knopf fehlt,
leichtes Herz und leere Taschen,
voll verausgabt. Schluss. Das zählt.

Weg

 

Foto: Martin Ecker

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