Nach der Wahl

Die Versprechen, die sie brechen,
klingen uns noch in den Ohren,
uns´re Stimme ist verloren,
in die Urne abgegeben.
Sprachlos bleiben wir zurück,
Tölpel in dem Schmierenstück
stehen wir jetzt voll daneben.

Das Gesäusel, das Gewinsel,
das Gedrohe, das Gepinsel,
das Beknien, die Parolen,
das Verführen, das Verkohlen,
das Beschwören und Betören,
das Geleier und Gejeier,
das Betrügen und Belügen,
alle Bauernfängerei
sind für 5 Jahre vorbei.

– wir können aufatmen-

Bald ist alles wieder klar,
heiter wie es immer war.

Österreich ist demokratisch,
links, rechts, hinten, vorn` phlegmatisch
und pragmatisch und apathisch.
Und gleich nach dem Stimmen zählen,
kann man wieder Bürger quälen.
Nach der Wahl stellt sich heraus:
Alle Macht ging dem Volk aus.

                                      W11

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Sieh es so… (vor und nach der Wahl)

Sieh es so… (vor und nach der Wahl)

Sieh es so oder so,
du hast die Wahl,
ach sei einfach froh,
wähl nicht die Qual!
Sie reden in Blasen,
sie dreschen Phrasen,
dass es dir den Magen umdreht,
sie lächeln und grinsen
die Wahrheit in Binsen,
dass dir da Lachen vergeht.
Da ist der oder der,
du hast keine Wahl,
sie meinen es alle gleich gut,
wähl Fuchs, Löwe, Esel, Gier-affe, Bär,
sie mutieren alle zum Killerwal,
es ist alles dieselbe Brut.
Sie lügen uns arm,
sie heucheln uns dumm,
und wenn sie dann an der Macht,
drehen sie ihre Kreideworte um,
werden die offenen Arme zugemacht.
Hol tief Luft,
du hast immer weniger Wahl,
auch egal, mach dich schmal,
und schuft und bezahl
und sieh es als Opfer an die Götter,
dafür bleibst du Spötter,
und ist das Volk dann ausgezählt,
dank dem Himmel, dich hat niemand gewählt.
Sieh es so
und sei froh.

                                                   W11